Mit Genesis: Die Welt nach dem Kometen knüpft Jo Zybell an die düstere, postapokalyptische Welt von Maddrax an und erzählt eine Geschichte, in der Katastrophe, Neubeginn und archaischer Überlebenskampf eng ineinandergreifen.
Schon der Titel macht klar, dass hier nicht bloß ein Abenteuer in Trümmern wartet, sondern eine Welt, die sich nach dem Einschlag des Kometen grundlegend verändert hat. Aus der alten Zivilisation ist eine fremde, gefährliche Wirklichkeit geworden, in der sich neue Machtverhältnisse, neue Regeln und neue Bedrohungen gebildet haben. Genesis gehört zur Maddrax-Hardcover-Reihe und wurde zuerst 2002 veröffentlicht. Im Zentrum stehen Figuren wie Joseph Floyd Watonga, Merlin Roots und Washington Roots, die in einer Erde agieren, die mit der alten Welt nur noch bruchstückhaft verbunden ist.
Postapokalypse, Neuanfang und das Erbe der zerstörten Welt
Die besondere Stärke des Romans liegt in seiner Mischung aus klassischer Endzeitstimmung und epischer Science-Fiction. Jo Zybell zeigt keine sterile Zukunft, sondern eine raue Welt nach dem Zusammenbruch, in der Vergangenheit nur noch in Resten vorhanden ist und Menschen sich in einer neuen Ordnung behaupten müssen. Gerade darin liegt der Reiz: Die Geschichte lebt nicht nur von Action oder Bedrohung, sondern von dem Gefühl, dass nach dem Untergang der alten Welt etwas Neues, Unberechenbares entstanden ist. Das macht den Roman auch heute noch interessant, weil er nicht nur auf Katastrophenszenarien setzt, sondern auf die Frage, was aus Menschheit, Kultur und Macht wird, wenn die Grundlagen von Zivilisation zerstört sind.
Für eine Autorenseite ist das Buch auch deshalb spannend, weil es Thomas Ziebula unter seinem Pseudonym Jo Zybell in einem Feld zeigt, das neben historischen Romanen und Fantasy einen weiteren wichtigen Teil seines Schreibens ausmacht: große, bildstarke Science-Fiction-Welten. Genesis steht damit nicht nur als Einzelroman, sondern auch als Beleg für seine stilistische Bandbreite. Wer die frühen, prägenden Texte aus dem Maddrax-Umfeld kennenlernen will, findet hier einen Titel, der für viele Leser bis heute zu den markanten Zybell-Beiträgen dieser Reihe zählt.
