Am Vorabend seiner Rückkehr zur Mordkommission wird Johannes Waldmann zu einem Tatort gerufen: Ein Lokalpolitiker liegt tot, Spuren verweisen auf Machtkämpfe hinter sauberen Fassaden. Während Waldmann die Szene sichert, startet eine Frau in einem gestohlenen Streifenwagen eine Verfolgungsjagd – im Zielfahrzeug vermutet sie Zlata, eine junge Ukrainerin, die zuletzt beim Opfer war. Parallel arbeitet die Journalistin Pia Luninger an einer großen Recherche über Menschenhandel und Zwangsprostitution. Ihre Spuren kreuzen Waldmanns Fall und führen in Strukturen, in denen Täter, Helfer und Wegschauer Rollen tauschen, je nachdem, wer hinsieht.
Wahrheit als Zumutung
Je tiefer Waldmann in dieses Geflecht eindringt, desto stärker reißt eine alte Naht auf: der ungeklärte Verlust seiner Frau. Der Fall zwingt ihn, Profession und Privatestes nicht länger sauber zu trennen. Zeugen schweigen, weil Abhängigkeiten sprechen; Akten reden, weil Menschen lügen. Jede Antwort kostet Vertrauen, jede Entscheidung hat einen Preis. „Der Waldmann“ erzählt von Ausbeutung, Geld und Macht – und davon, wie Ermittlungen an dem nagen, der sie führt. Es ist ein Kriminalroman über die Zumutung von Wahrheit in einem Umfeld, das sich von ihr ernährt und sie zugleich verschweigt; ein Roman, der fragt, wie viel ein Mensch riskieren kann, um nicht nur einen Täter zu finden, sondern auch das, was ihm genommen wurde: Halt, Sinn, ein Ende, das den Namen verdient. Erscheinungstermin: 02.01.2026.
