Die ersten sechs Jahre meiner Kindheit bin ich in einem Dorf am Rande des Spreewalds aufgewachsen. Meine Eltern waren Wenden und sprachen Wendisch, wenn wir Kinder sie nicht verstehen sollten. Weil die Stasi meinen Vater ins Bautzener Zuchthaus sperren wollte, flohen wir vor der Stasi in den Westen. Entwurzelung und Neubeginn, ziehen sich seitdem wie ein roter Faden durch mein Leben. Und haben ihren Teil dazu beigetragen, dass ein Erzähler aus mir geworden ist.
Meine Jugend verbrachte ich im Badischen. Ich malochte auf dem Bau, stand als Hähnchenbrater am Kaufhaus-Grill, arbeitete in Unfallrettung und der Krankenpflege. Manchmal war das hart, meistens lehrreich – immer sammelte ich Stoff fürs meinen späteren Beruf als Erzählern.
Später schrieb ich als Prediger in Kärnten Predigten, als Diakon im Schwarzwald Verse und Theaterstücke. Als Sozialpädagoge gründete ich eine Schreibwerkstatt für Menschen in Lebenskrisen. Und als Trauerredner in Dortmund verfasste ich unzählige Grabreden. So fand ich nach und nach zum Schreiben als Beruf.
Mein erstes Schriftsteller-Honorar zahlte mir 1994 eine Bank für ein Gedicht, das ich bei einer Vernissage vortrug. 1996 erschien mein erstes Buch bei Rowohlt: „Nero Nashorn – oder hier bestimme nur ich“, eine Geschichte für Kinder, in der ein größenwahnsinniges Nashorn alle gefleckten und gestreiften Tiere aus der Savanne verjagt, bevor es von einer mutigen Maus besiegt wird. Seit 1997 lebe ich vom Schreiben und verfasste zunächst Jerry-Cotton-Wildwest- und Maddrax-Heftromane und Science-Fiction- und Fantasy-Romane für kleinere Verlage. Als meine Leser mir 2001 den Deutschen Phantastik-Preis zusprachen, hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, in meinem neuen Beruf angekommen zu sein.
Seit ein paar Jahren schreibe ich vor allem historische bzw. biographische Erzählungen und Kriminalromane. Mit „Das weiße Gold der Hanse“ habe ich 2020 als Ruben Laurin den Goldenen HOMER gewonnen. Als Susanna Leonard erzähle ich das Leben bedeutender Frauen, etwa in „Madame Curie und die Kraft zu träumen“; ein Roman, der mittlerweile in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt wurde. Unter meinem Klarnamen Thomas Ziebula bin ich 2020 mit dem Leipziger Ermittler Paul Stainer zum Kriminalroman zurückgekehrt: Gleich der erste Band, „Der rote Judas, schaffte es 2020 auf die Shortlist für den Crime Cologne Award.
Zur Zeit lebe und schreibe ich in Bonn.
Thomas Ziebula stand früher für historische Romane und aktuell für Kriminalromane. Tom Jacuba öffnet das Tor zu epischen Fantasy-Welten. Als Jo Zybell habe ich zu Beginn meiner Schreiberlaufbahn serielle Abenteuer- und Genregeschichten verfasst. Susanna Leonard verarbeitet bisher ausschließlich die Lebensgeschichte bedeutender Frauen.
Als Ruben Laurin habe ich Geschichten aus dem hochmittelalterlichen Lübeck und Magdeburg erzählt; eine „Hauptfigur“ der Magdeburg-Romane ist meistens der Magdeburger Dom. Mit dem Wechsel zum Ullstein-Verlag löst mein neues Pseudonym Wolf Hector den Ruben Laurin als Autor hist. Romane ab.
Epische Fantasy-Welten mit mythologischer Tiefe und eigenem Regelwerk.
Biografische Romane über bedeutende Frauen – zwischen Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft.
Historische Stoffe zu Handel, Städten und Epochen im Umbruch.
Historische/serielle Projekte mit experimenteller Erzählhaltung.
Der Sommer kam. Nach Island trieb das Meer
die Eisbergtrümmer. Ach – ein weißer Bär
stand ängstlich auf der Scholle. Um ihn schäumte
die See – dass er die Schmelze so verträumte!
Die Streitmacht Islands – glaubt man den Gerüchten –
hätt‘ ihn erschossen. And’re sah’n ihn flüchten:
In einer Bar hätt‘ er sich totgesoffen.
Für diese Fahrt war weiter nichts zu hoffen.
Vielleicht fing man ihn auch für…